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Alle Nike Air Max Sneaker


Die ultimative Air-Max-Enzyklopädie.

 

Der Countdown zum wichtigsten (und ehrlicherweise auch einzigen) Feiertag der Sneakerheads geht in die letzte Runde. Am 26. März wird abermals der Air Max Day gefeiert. Ein Tag, an dem Nike der innovativen Air Bubble huldigt, Special Releases herausbringt und weltweit Sneakerheads vereint. In diesem Sinne ist der Tag ein Unikat, da es bis heute keine andere Turnschuh-Technologie geschafft hat, so viele treue Fans um sich zu scharen.

 

Oder habt ihr schon mal etwas vom Boost Day gehört? Oder vom Pump Day? Auch nicht vom Flyknit Day? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Air-Max-Technologie hat es geschafft, den Swoosh neben dem damals aufkommenden Star Michael Jordan auf die Pole Position der Sportswear-Brands zu befördern – wo er bis heute verweilt. Daher wollen wir im Folgenden in der Zeit zurückreisen und uns jeden einzelnen Sneaker mit Air Bubble anschauen. Dabei geht es uns ausschließlich um Air-Max-Modelle und nicht um Turnschuhe, in denen lediglich eine Air-Technologie enthalten ist. Die einzige Ausnahme ist dabei der Schuh, der noch vor dem ersten Air Max erschien.

 

 

 

 

Nike Air Tailwind (1979)

Die wohl einflussreichste Technologie unter Sneakerheads ist buchstäblich Science-Fiction, da sie seinerzeit von einem NASA-Ingenieur vorgestellt wurde. Marion Franklin Rudy meldete in seiner Laufbahn über 250 Patente an. Als er sich dann mit dem sogenannten „Blow Rubber Moulding“ (Gummiblasformen) vertraut machte, kam ihm die Idee, das Ganze als Dämpfung in einem Sneaker zu verbauen.

 

1977 kam er mit dem Pitch zu Nike, die das Ganze direkt auf der Laufbahn testeten. Ein Jahr später erschien mit dem Nike Air Tailwind der erste Sneaker mit Air Unit (wenn auch versteckt). Er wurde erstmals 1978 in Hawaii als limitierte Auflage für den Honolulu-Marathon und im folgenden Jahr dann einer breiteren Masse vorgestellt. Dass aus dieser nerdigen Technologie jedoch eine wahrhafte Air-Revolution entstehen würde, hatte damals niemand auf dem Schirm. Bis auf einen Architekten bei Nike.

 

 

 

Nike Air Max 1 (1987)

Tinker Hatfield war nicht nur ehemaliger Athlet, sondern auch ein guter Bekannter des Nike-CEOs Phil Knight. Dieser erkannte schon früh sein Potenzial und setzte den damaligen Architekten direkt im Sneaker-Design ein. Die Aufgabe war so ambitioniert wie wahnsinnig: Erschaffe eine neue Ikone, die unsere Marke rettet. So oder so ähnlich muss es zumindest für Hatfield geklungen haben, als er während einer Paris-Reise die Inspiration zu einem der wohl wichtigsten Sneaker seiner Karriere fand. Er stand vor dem Centre Pompidou, das ihn durch seine unkonventionelle Architektur inspirierte.

 

Anstatt dass die Rohre des Gebäudes unter dem Gemäuer versteckt wurden, waren sie freigelegt und von außen sichtbar. „Das Unsichtbare sichtbar machen“: das war Hatfields Inspiration. Also kehrte er nach Oregon zurück und entwarf den Nike Air Max 1. Einen Sneaker, der im Gegensatz zum Tailwind oder Air Jordan 1 die Air Bubble offen zur Schau stellte. Ein Konzept, das aus damaliger Sicht völlig wahnsinnig klang.

 

Sofort wurden Stimmen laut, dass die Bubble doch platzen würde und der Schuh ungeeignet für Sport, geschweige denn fürs Running, sei. „Es wurde viel darüber diskutiert, dass ich es zu weit getrieben hätte. Die Leute wollten, dass wir gefeuert werden“, erinnerte sich Hatfield.

 

Doch er und die Air Bubble sollten den längeren Atem haben. Durch seinen kontroversen Ruf und unschlagbare Colorways in „Varsity Red“ beziehungsweise „University Blue“ verkaufte sich der Nike Air Max 1 millionenfach und verhalf dem Swoosh, der damals unter der Konkurrenz von Reebok, adidas und Converse zu erliegen drohte, zu einem zweiten Frühling. Von hier an ging es nur noch weiter bergauf.

 

 

 

Nike Air Stab (1988)

Credit: 43einhalb

 

Der Nike Air Stab erschien ursprünglich 1988 als Running-Modell und wurde später durch Kollaborationen mit Footpatrol wieder neu belebt. Besonders die ersten Retro-Versionen von Footpatrol halfen dabei, das Modell mit gelungenen Colorways zurück ins Gespräch zu bringen.

 

Aufgrund des Erfolgs folgte sogar eine zweite gemeinsame Air-Stab-Kollaboration. Wie bei so vielen Air Max Modellen blieb der Air Stab jedoch lediglich ein Grail unter Sammlern, ohne dass ein Nicht-Sneakerhead jemals davon gehört hatte.

 

 

 

Nike Air Max Light (1989)

Der Nike Air Max Light entwickelte die Designsprache des damaligen Air-Max-OG-Modells weiter, blieb dabei aber dem Stil des Originals treu. Auch hier wurde an der DNA aus Mesh-Toebox, grauem Nubuk-Sidepanels und weißer Midsole nicht viel verändert.

 

Das geriffelte, rote Element an der Seite des Sneakers sollte jedoch ein kleiner Vorbote auf das sein, was die damals noch junge Air-Max-Community gerade einmal ein Jahr später erwarten würde.

 

 

 

Nike Air Max 90 (1990)

Was macht man, wenn die Fans „Air“ lieben? Man gibt ihnen einfach noch mehr „Air“! So geschehen mit dem Release des Nike Air Max 90, der ursprünglich noch Air Max 3 hieß und im Colorway „Hyper Red“ erschien. Später sollte er den Spitznamen „Infrared“ erhalten, unter dem er noch heute bekannt ist. Was den Sneaker besonders machte, war sein aggressiver Look mit einem dezenten, aber pointierten Color Blocking.

 

Hier geschah es auch erstmalig, dass der Air Max außerhalb der harten Sneaker-Elite und der Sportwelt in verschiedenen Subkulturen im wahrsten Sinne des Wortes Fuß fasste. So wurde der Schuh zu einem beliebten Pick bei Ravern, Hardcore-Bands und Hip-Hop-Fans. Vor allem der OG-Colorway wurde mehrmals neu aufgelegt und erfreut sich, ähnlich wie beim Air Max 1, eines echten Legendenstatus. Von nun an hatten Hatfield und sein Team die Freiheit, zu machen, was sie wollten.

 

 

 

Nike Air Max 180 (1991)

Credit: 43einhalb

 

Ein Jahr später setzten sich zwei der größten Designer bei Nike an einen Tisch. Zum einen gab es den bereits erwähnten Tinker Hatfield, der für Modelle wie den Air Jordan 1, den Air Huarache und eben die bisherigen Air-Max-Modelle bekannt war. Sein Counterpart war jedoch nicht weniger einflussreich: Bruce Kilgore, der Erfinder des Air Force 1. Das Ergebnis dieser Partnerschaft war der Nike Air Max 180.

 

Wie der Name schon verrät, wurde den Fans mit diesem Release eine noch größere und verbesserte Air-Dämpfung geboten, die die Outsole in einem 180°-Winkel umschloss. Der Sneaker stand bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona im Mittelpunkt und wurde von diversen Nike-Athleten wie Michael Jordan getragen. Der legendäre „Ultramarine“-Colorway war die erste Variante, die im Handel erhältlich war.

 

 

 

Nike Air Max BW (1991)

Kaum war der Release des Nike Air Max 180 vollzogen, legte Oregon mit dem nächsten, noch extremeren Modell nach. Der Nike Air Max BW (Big Window) ist an den Nike Air Max 90 angelehnt, nur, dass hier die Air Bubble noch größer ausfällt. Und ähnlich wie bei seinem Vorgänger fand der Sneaker schnell seine Anhänger in dunklen Clubs und Jam Sessions auf der ganzen Welt.

 

Vor allem im Hard-Techno- beziehungsweise Gabber-Bereich wird der Schuh bis heute mit an Karomuster gebundenen Laces gerockt. Jeder, der den Sonntag lieber in der After Hour als beim Brötchenholen verbrachte, kannte und verehrte den Air Max BW.

 

 

 

Nike Air Structure (1991)

Credit: Complex

 

Der Nike Air Structure wurde als erstes Modell der Triax-Serie von 1991 auf den Markt gebracht. Sie waren ihrer Zeit ein wenig voraus, weswegen sie neben dem BW etwas untergingen. Später wurden sie Ende der 2000er Jahre neu aufgelegt und standen erstmalig wieder im Rampenlicht. Kenner bezeichnen die Silhouette als einen der komfortabelsten Modelle innerhalb der Air Max Serie.

 

 

 

Nike Air Max ST (1992)

Credit: Complex

 

Der Nike Air Max ST erschien 1992 und gehörte zur zweiten Generation der frühen Air-Max-Running-Modelle. Optisch orientierte sich der Sneaker noch stark an klassischen Performance-Runnern der frühen 90er und setzte auf ein Upper aus atmungsaktivem Mesh mit stabilisierenden Leder-Overlays.

 

In der Ferse befand sich eine sichtbare Air Unit, die für die typische Dämpfung sorgte und gleichzeitig das Markenzeichen der Serie weiter im Mainstream etablierte. Auch wenn viele Sneakerheads die Silhouette schon vergessen haben, gilt er unter Vintage-Sammlern als kleiner Grail.

 

 

 

Nike Air Max 93 (1993)

Credit: Complex

 

Woran erkennt man ein Air-Max-Hypebeast? Er kennt höchstwahrscheinlich nicht den Nike Air Max 93. Warum der Nachfolger des BW nicht größere Wellen schlug, ist nicht ganz klar. Aus unserer Sicht ist der Sneaker tatsächlich ein kleiner Geheimtipp, da er all das zusammenbringt, was wir an einem soliden Air Max schätzen.

 

Er verfügt über eine 270°-Air-Unit, die von hinten, innen und außen sichtbar ist und deren Form von einem Milchkännchen inspiriert sein soll. Der Schuh kam zunächst im „Dusty Cactus“-Colorway auf den Markt, der überwiegend weiß ist und türkisfarbene Akzente aufweist. Was ihn jedoch stark von seinen Vorgängern unterschied, war der enganliegende Neoprenkragen, der dem Träger eine individuelle Passform bieten sollte. So wurde von Modell zu Modell versucht, den Air Max immer weiter zu optimieren.

 

 

 

Nike Air Max 94 (1994)

Credit: Complex

 

Im Folgejahr hatte Nike den Neoprenkragen des 93ers wieder verworfen, da dieses Feature für die damaligen Verhältnisse wohl noch zu unkonventionell war. Mit dem Nike Air Max 94 entstand somit ein nahezu identisches Modell, das jedoch ohne Neoprenkragen und stattdessen mit dem typischen Mesh-Collar der bisherigen Air-Max-Modelle daherkam.

 

 

 

Nike Air Max² (1994)

Der Nike Air Max² erschien 1994 und brachte eine neue Weiterentwicklung der Air-Technologie mit sich. Statt einer einzelnen Air Bubble setzte der Swoosh hier erstmals auf mehrere Luftkammern mit unterschiedlichem Druck, die verschiedene Bereiche des Fußes gezielt unterstützen sollten.

 

Dieses sogenannte „Multi-Chamber-System“ sollte für eine stabilere und gleichzeitig reaktionsfreudigere Dämpfung beim Laufen sorgen. Und obwohl der Schuh seine Anhänger im Performance-Bereich fand, verschwand er in den Folgejahren schnell wieder aus dem Rampenlicht, weil nur ein Jahr später ein weiteres Modell folgte, das bis heute Legendenstatus genießt.

 

 

 

Nike Air Max² Light (1994)

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