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Vorsätze für Nike & Co. 2023


Mehr Innovation, individuellere Colorways oder interessantere Collabs... Jeder wünscht sich etwas Anderes von den Sneaker Brands für 2023.  Ein paar Anstöße, die wir uns von den Brands für das Jahr erhoffen.

 

Das noch sehr junge 2023 ist in vollem Gange und weltweit arbeiten viele von uns an ihren Vorsätzen. Ob nun weniger Geld ausgeben, nachhaltiger leben oder sportlicher sein – wir haben uns einiges vorgenommen! Leider haben wir noch keine Vorsätze von unseren liebsten Brands gehört.

Da wir jedoch gerne als Inspirationsquelle unser Know-how weitergeben, verraten wir euch heute fünf Wünsche, für fünf (Sneaker) Brands, die 2023 eingehalten werden müssen! Denn auch wenn das letzte Jahr für viele Sportswear Hersteller ein Erfolg war: Dieses Jahr sind die Karten wieder neu gemischt!

Photo: Nike

Nike: Bringt mehr Sneaker aus eurem Archiv heraus!

Kaum zu glauben, aber im vergangenen Jahr haben wir 50 Jahre Nike gefeiert! Die Brand, die in Portland, Oregon von Phil Knight und Bill Bowerman gegründet wurde, begleitet die Szene bereits seit einem halben Jahrhundert – also sollte man eigentlich meinen, dass solch ein Jubiläum gebührend gefeiert wird. Influencer und Musiker, die ihre Meilensteine aus 50 Jahren Nike nennen, Events auf der ganzen Welt und Special Releases wären adäquat gewesen. Doch leider gab es davon nicht so viel.

Zwar sind ein paar kleinere Releases herausgekommen, aber auch nichts, was Swoosh-Fans der ersten Stunde aufhorchen lassen sollte. Einen Air Max 97 „Silver Bullet“ aus dem Nichts zu restocken, macht das Ganze dann auch nicht besser. Wir wünschen uns von Nike 2023, dass sie die Pforten ihres Archivs öffnen und uns mit Schätzen aus ihrer reichhaltigen Heritage versorgen. Modelle wie der Nike Terminator, Jordan 3, Air Max TN Free oder die komplette Alpha-Projects-Reihe wären für uns allesamt interessante Releases.. Hoffentlich werden unsere Gebete in Oregon erhört!

Adidas: Empowert das ehemalige Yeezy Team!

Vor ziemlich genau einem Jahr schien alles noch friedlich im Yeezy-Lager zu verlaufen. Bedauerlicherweise hat sich das Gesicht, genauer gesagt der selbsterklärte Creative Lead Kanye West mit einigen politisch nicht akzeptierbaren Aktionen und Aussagen selbst ins Aus befördert. Von „White Lives Matter“-Shirts bei der Yeezy Season 9, hin zu makabren Interviews, in denen er von Hitler schwärmt. Die Entscheidung seitens adidas getrennte Wege mit dem Rapper zu gehen, war nicht nur richtig, sondern fast schon überfällig  Doch sollten sie diesen Schritt künftig bereuen?

Auf keinen Fall! Wir sehen die Antwort im ehemaligen Yeezy-Team. Die Leute, die rund um Kanye West arbeiteten, sich im Hintergrund aufhielten und den Look so definierten, dass selbst ein Rapper plötzlich wie ein Modenarr wirkt. Designer wie Ding Yun Zhang, Steven Smith oder Sebastian Hunt und Dylan Richards von Entire Studios sind allesamt Meister ihrer Klassen. Wir wünschen uns von adidas, dass sie dieses einzigartige Team unter einem neuem Label weiterarbeiten lässt. Denn für gute Produkte braucht es definitiv keinen Kanye!

Photo: Supreme

Supreme: mehr qualitative Kollabos, weniger Gimmicks!

Als einzige Nicht-Sneaker-Brand hat Supreme ein bewegtes Jahr hinter sich. Auch wenn für alle Beteiligten völlig ersichtlich ist, dass der Höhenflug von damals vorüber ist. Was einst ein festes Ritual für den Donnerstagmittag war, avancierte über die Jahre zur Hypebeast Brand par excellance und seit dem Verkauf der Brand an einen großen Konzern haben sich viele Die-Hard-Fans abgewandt. Völlig zu Unrecht, wie wir finden.

Photo: Supreme

Denn das, was Supreme damals schon ausgemacht hat, ist ihre Fähigkeit gute Partner und Pieces zu kuratieren. Wir denken dabei an Kollaborationen mit Junya Watanabe oder die Tekken-Kollektion mit Yohji Yamamoto zurück. Sogar was Sneaker betrifft, haben die New Yorker den richtigen Riecher bewiesen und mit ihren grellen Nike Air Max 98 TLs nicht nur Fans der Air Bubble extrem happy gemacht. Wir wünschen uns von Supreme, dass sie auch in diesem Jahr ihr Gespür unter Beweis stellen und uns gleichzeitig mit halb garen Kollektionen oder Gadgets, die im Webshop viel größer aussehen als in Wirklichkeit, in Ruhe lassen!

Photo: Asphaltgold

Reebok: Traut euch mehr und geht wandern.

Fallen euch auf Anhieb coole Sneaker von Reebok aus dem letzten Jahr ein – außer dem Club C? Nein? Kein Wunder, denn bei sämtlichen Kollaborationen oder limitierten Versionen wird das Flaggschiff Club C ins Rennen geschickt. Es scheint fast so, als würde man den Weg des geringsten Widerstands wählen und nur ungern Experimente wagen. Das ist schade, da gerade Reebok über ein reiches Arsenal an experimentellen Silhouetten verfügt.

Photo: Reebok

Immer dann, wenn Reebok sich ein wenig aus dem Fenster lehnt, bekommen Sneakerheads große Augen. Silhouetten wie der Zig Kinetica Fury Trail, Floatride Energy Argus X oder Premier Road Modern machen nicht nur Spaß, sondern eignen sich perfekt für den anhaltenden Gorpcore Trend. Wenn dann noch Partner wie Nicole McLaughlin oder ASAP Nast dazukommen, kann nichts mehr schiefgehen und der Berg erklommen werden. Wir wünschen uns von Reebok, dass solche Projekte nicht nur an vereinzelte Nerd-Publikationen adressiert, sondern auf großer Bühne gefeiert werden. Beim Beatnik haben wir es doch bereits gesehen: Die Szene mag ausgefallene Designs.

Photo: 43einhalb

New Balance: Zeigt, was euer Team kann.

Sich von einer Brand wie New Balance etwas zu wünschen, gleicht einer Majestätsbeleidigung. Schließlich hat die Marke aus Boston seit zwei Jahren das Zepter der hiesigen Sneakerszene fest in der Hand. Grund dafür sind stetig neue Silhouetten wie der 550, 2002r oder 1906 sowie eine Handvoll talentierter Partner wie JJJJound oder Kith. Doch gerade bei den neuen Faces der Brand versteckt sich das Problem.

Photo: Paperboy Paris

Unter Standing Ovation wurden Kreativdirektoren wie Joe Freshgoods und Teddy Santis für ihre Einstellung bei New Balance gefeiert. Es kamen auch von beiden Akteuren gute Sneaker heraus – aber noch lange nicht genug! Wir wünschen uns 2023, dass New Balance noch mehr Gas gibt und das Talent in seinem Team ihr volles Potenzial ausleben lässt. Vielleicht könnte man auch den ein oder anderen Partner wiederbeleben – oder was wurde aus WTAPS oder Paperboy Paris? Der Resell-Markt spricht Bände, wie gut diese Projekte angekommen sind.

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