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Flip-Flops vs. Slides


Was ist die beste Wahl, wenn es für Sneaker zu heiß ist?

 

Kaum zu glauben, aber selbst für uns gibt es Temperaturen, bei denen wir unsere Sneaker ablegen und stattdessen in noch luftigeres Schuhwerk schlüpfen. Dabei haben wir aktuell so viel Auswahl wie noch nie. Ob Havaianas, Adiletten oder ein Paar Mules von Our Legacy: Die jeweiligen Schlappen sind so individuell wie ihre Träger geworden. Vor allem Flip-Flops erfreuen sich aktuell eines immensen Hypes (sowohl bei Männern als auch bei Frauen).

 

Dabei ist der Schlappen mit dem Riemen zwischen den Zehen wahrlich keine Innovation mehr. Die ersten Modelle gehen auf die Antike und Kulturen wie die der Römer, Ägypter und Griechen zurück. Später wurden sie vor allem in Japan in Form von Zori-Sandalen weiterentwickelt. An diese Schuhe wurden später auch die geteilten Tabi-Socken angepasst, die wiederum Martin Margiela inspirieren sollten. Bereits seit den 1950er-Jahren wird das Modell, wie wir es heute kennen, aus Gummi hergestellt und an den Stränden und Urlaubsorten dieser Welt getragen.

 

Wir wollen uns heute jedoch nicht nur den Flip-Flops widmen, sondern euch allgemein die Optionen zeigen, die allesamt unter den Begriff Schlappen fallen. Das einzige Kriterium, das sie neben ihrer offenen Konstruktion verbindet: Sie sind einfach an- und auszuziehen und bei heißen Temperaturen höchst komfortabel.

Flip-Flops: Der Trend schlechthin

Fangen wir mit der offensichtlichen Wahl für diesen Artikel an. 2026 ist das erste Jahr, in dem auch Männer selbstbewusst Strandschlappen zu einer langen Leinenhose kombinieren oder, wie im Fall von Bad Bunny, zu Jorts und passender Trainingsjacke tragen.

 

Die wohl bekannteste Brand für diese Art von Schuh ist Havaianas. Die Marke wurde 1962 in Brasilien gegründet und ihre Flip-Flops galten zunächst vor allem als Schuhwerk für ärmere Menschen. Durch den Boom rund um das Surfen gelangte der Schuh jedoch schnell an die Strände und fand dort auch seinen Weg in die hiesigen Ladenlokale. Heutzutage kann die Brand auf Kollaborationen mit Saint Laurent, Bape und vielen weiteren Partnern zurückblicken.

 

Doch diese Ästhetik sollte nicht allein den Brasilianern vorbehalten bleiben. Wer es gerne lokal mag, kann auf die 1997 gegründete Marke flip*flop zurückgreifen, die ein breites Angebot an monochromen Modellen vorzuweisen hat. Für ein Quäntchen Hype bei gleichzeitigem Understatement können Sneakerheads auch die All-Black-Version des kanadischen Moodboard-Accounts JJJJound erwerben oder mit dem Nike Marina die klassische Riemenoptik mit etablierter Technologie aus Oregon verbinden.

Slides: Adiletten und mehr

Zugegebenermaßen ist die Konstruktion mit dem Riemen zwischen den Zehen für viele zunächst ungewohnt oder sogar unkomfortabel. Für genau diese Menschen gibt es Slides.

 

Die berühmtesten Schlappen (zumindest in Deutschland) sind die Adiletten von adidas. Gründer Adi Dassler hatte 1963 die brilliante Idee, Sportler in den Umkleidekabinen vor Fußpilz und nassen Böden zu schützen. Was daraus entstehen sollte, hätte vermutlich selbst er nicht geahnt. Was als Badeschuh anfing, avancierte über die Jahre zum modischen Anti-Statement und zum Alltagsschuh für Millionen Menschen. Doch auch hier wäre es fatal, lediglich die drei Streifen zu nennen.

 

Andere Marken wie Birkenstock oder Suicoke kombinieren die Konstruktion mit dem breiten Riemen mit einem ergonomisch ausgefeilten Fußbett, während Visvim oder Gucci eigene, hochpreisigere Varianten anbieten. Besonders kurios sind auch die Slides von Jeremy Scott, die einen Teddykopf auf dem Riemen zeigen.

 

Oder erinnert ihr euch noch an die Brudiletten? Eine Art Azzlack-Antwort auf adidas, die seinerzeit extrem von Haftbefehls Hype profitierten. Am Ende des Tages bevorzugen wir jedoch das deutsche Original, das ihr euch hier in verschiedenen Colorways sichern könnt.

Mules: Best of Both Worlds

So modern es auch geworden ist, den nackten Fuß in der Öffentlichkeit zu präsentieren: Viele haben damit nach wie vor ein Problem. Und da würden wir uns nicht einmal komplett ausklammern, da auch wir die Vorzüge eines Sneaker-Uppers in circa 99% aller Fälle jedem anderen Schuh vorziehen.

 

Dieses Dilemma haben auch die Sportswear-Brands früh erkannt und kurzerhand Mule-Versionen ihrer ikonischen Sneaker herausgebracht. Sie alle vereinen ein Sneaker-Upper, wahlweise aus Leder oder Mesh, mit einem offenen Einstieg. So trifft die Haptik eines Schlappens auf die Ästhetik eines Sneakers.

 

Mittlerweile gibt es Dutzende Beispiele für genau diese Hybride. Hervorzuheben wären für uns der Martine Rose x Nike Shox MR4 Mule, der MM6 Maison Margiela x Salomon XT-4 Mule sowie der Kids of Immigrants x Nike T90 Summer Mule. Sie alle machen nicht nur optisch einiges her, sondern sind auch hinsichtlich ihrer Konstruktion in sich stimmig. Es wurde also nicht einfach nur die Ferse entfernt, sondern die offene Form auch harmonisch mit dem Rest des Uppers in Einklang gebracht.

 

Wenn ihr euch aktuelle Mules holen wollt, solltet ihr unseren Release-Kalender im Auge behalten.

Hybride, Mutanten und Mischformen

Zu guter Letzt wollen wir auf all die Schuhe zu sprechen kommen, die in kein Raster passen und sich mit ihrer Ästhetik so weit von einem regulären Schlappen abgrenzen, dass wir ihnen gerne einen Platz im Spotlight schenken möchten.

 

Den Anfang machen Crocs. Ursprünglich waren sie ein Schuhwerk, das man nur selten abseits von Krankenhäusern oder Vätern bei der Gartenarbeit erblicken konnte. Doch auch die Gummischuhe entwickelten sich immer mehr zu einem modischen Anti-Statement. Was anfangs noch aus Ironie getragen wurde, war wenige Jahre später bei Resellern und High-Fashion-Labels hoch im Kurs. Dabei denken wir unter anderem an die Kollaborationen mit MSCHF, Balenciaga und Salehe Bembury, die nicht nur sämtliche Blicke auf sich ziehen, sondern auf Resellplattformen wie StockX teilweise auch Spitzenpreise erzielen.

 

Auf Grundlage der Crocs sind außerdem zahlreiche Klone und Weiterentwicklungen entstanden, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Schuhe wie der Yeezy Foam RNR, der MSCHF AC.2, die Clogposites von Nike sowie die zahlreichen Clogs von nahezu jeder Brand, die man sich vorstellen kann, tragen allesamt etwas von der DNA der Crocs in sich.

 

Glücklicherweise hat sich die Marke stark weiterentwickelt. Deshalb gibt es im Webshop neben dem Original mittlerweile zahlreiche weitere Varianten, Konstruktionen und Silhouetten, die euch diesen Sommer noch retten können.

 

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